Die letzten Tage von Ysilia

Aus Die Sieben Gezeichneten
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Die letzten Tage von Ysilia
Abenteuer
Ort Tobrien, Ysilia, Warunk, Vallusa
Chronologie
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Inhalt

In Eisenrath

Isira ist schwanger, sie trinkt Tee, um den Komplikationen zu begegnen, und Elarion Windläufer kümmert sich rührend um sie. Sie wendet sich an Leomar und gibt ihm etwas von dem Tee für Liana. Auch Selinde kommt besser mit Liana zurecht, seit sie Leomar in der Schlacht von Eslamsbrück beschützt hat[1]. Aidvanya hört das Friedenslied des Elfen Athavar Friedenslied durch die Sphären klingen.

In Praske wird die Zwölfeinige Bannbulle gegen Borbarad unterzeichnet. Die Helden treffen die Drachenpforter Schützen, das Regiment, in dem Waldara dient: Ihre Hauptfrau Gerlinde von Weißenholz, den Bannerjungen Alrik, die Schützin Sagulne Donnerschlag, Korporali Dana Horger und alle anderen. Einer der Schützen, Leutnant Rondrian Wolf, ist sehr in Waldara vernarrt, doch sie hat ihn Yerodin zuliebe abblitzen lassen. Gerüchte aus dem Bornland besagen, dass Rondrasil Löwenbrand den Schwertzug um sich sammelt. Gerwulf überlegt, sich ihnen anzuschließen. Außerdem hört man, dass Luciata Tyakaaria dem Schwertzug entgegen zieht. Carolan erklärt, dass sie nicht genug Zeit haben, Borbarad abzuwehren. Nacladaria spielt mit Kasmyr. Adario Marboso Paligan spricht mit Aequitas und Rhayodan di Porcupino über Artefaktmagie. Kendracor hört von dem Kampf gegen Rhazzazor und ist sehr empört über dessen Herrschaft über Warunk. Er spornt Leomar an, gegen Rhazzazor zu kämpfen. Und Waldara macht Yerodin einen Heiratsantrag, den dieser annimmt. Sie planen, ihre Hochzeit in Ysilia zu feiern. Phexdana schlägt Yerodin vor, Dämonenamulette zu schmieden und zu verkaufen, die natürlich wirkungslos sind und reißenden Absatz finden

Adario meint, dass der Feind ein größeres Ritual plant und seiner Ansicht nach dabei auch Limbusmagie eine Rolle spielt. Man müsste nur an ihre Aufzeichnungen herankommen. Er vermutet, dass die Borbaradianer auf jeden Fall versuchen werden, Taphîrel ar'Ralahan zu entführen, und den sollte man zuerst in die Finger bekommen. Seghal schreibt mit einem Warunker Philosophen, der in den Untergrund ging, ein Pamphlet gegen den Borbaradianismus.

Selinde bringt Leomar zum See und führt ihn hindurch an einen geheimen Ort. Leomar spürt, wie das für ihn als Feuerwesen immer schwieriger wird. Farindel wird ihm ferner. Dann versucht Selinde vergeblich, ihn zu verführen. Sein echsisches Wesen hat sich anderen Interessen zugewandt - eigentlich nur dem Kampf. Doch Selinde erträgt den Rückschlag tapfer und bespricht mit ihm, ob Nacladaria zur Magierin oder Herrin von Eisenrath ausgebildet werden soll. Sie erwähnt eine Prophezeiung von Isira bezüglich der Nachfolge, die Isira ausgesprochen hat... "Dem Baron von Eisenrath schenkt Tsa einen Sohn, doch die Baronin hat nur eine Tochter." Das würde bedeuten, dass Liana einen Sohn bekommen könnte. Leomar und Selinde einigen sich, dass Lianas Kinder nicht als Erben anerkannt werden, und Nacladaria sowohl als Magierin als auch als zukünftige Baronin aufwachsen soll.

Adario liest am Kaminfeuer: "Der aus unserer Mitte, den wir töten, um am Leben zu bleiben - Opfermagie in den Stammeskulturen der Achaz" (von Drinji Barn). Die Helden brechen nach Vallusa auf, um Taphîrel ausfindig zu machen.

Der Turm im Limbus

Auf dem Dokument, dass die Helden in Dunkelstein fanden, war unter anderem auch der Magier Taphîrel ar'Ralahan erwähnt. Generell sieht es so aus, als versuche Borbarad vor allem Temporal- und Limbusmagier zu fangen. Die Helden vermuten einen Plan dahinter. Nach einigen Recherchen finden sie heraus, dass Taphîrel in der Nähe Vallusas in einem Turm lebt. Yerodin aktiviert einige Kontakte, und sie finden heraus, dass Baumeister vor einer Weile bei dem Turm waren. Doch der Magier, der dort wohnt, gilt als verschroben und merkwürdig. Die Baumeister nennen den Helden den Weg, und sie reisen durch die gefrorenen Misella-Auen dorthin. Trotz der sehr exakten Wegbeschreibung können sie den Turm jedoch nicht finden. Erst als Carolan Aequitas bittet, die magischen Flüsse der Umgebung zu analysieren, und darauf aufbauend einen Illusion auflösen zaubert, offenbar sich der Turm.

Es handelt sich um einen fünf Stockwerke und ca. 20 Schritt hohen, aus grob behauenen Quadern errichteten Turm mit einem spitzen roten Ziegeldach und einem umlaufenden Balkon. Doch der Turm trägt Spuren eines Kampfes. Als die Helden vorsichtig eintreten, finden sie Schmiereien an den Wänden, zerbrochenes Glas, Zeichen der Borbaradianer, zerfleddertes Papier, umgestürzte Regal und herumliegene Bücher. Aequitas sieht sich die Bücher näher an, darunter sind Titel wie "Genie oder Wahnsinn? Das kontroverse Werk und das ungeklärte Verschwinden von Durthan von Erkenstein", "Vom Wesen der Zeit" (eine Sammlung von Sagen) und "Was würde Rohal sagen? Neue Gespräche des Weisen.".

Eine Tür führt ins Nebenzimmer, ist jedoch magisch fest verschlossen. Yerodin knackt das Schloss, und sie finden ein kleines alchemistisches Labor, mit einer Kräutersammlung, einem Intuitionselixier, Alkohol, und weiteren Büchern, darunter "Der Magische Turm - Lexikon der Haushaltsmagie" (ein Buch, dass offenbar mal nass geworden ist), "Herbarium Cuslicum" und "Alamanach der Magica Curativa", sowie eine Menge Wein. Hinter einem Schrank versteckt sich eine scheue weiße Katze.

Die Helden steigen eine Treppe nach oben. An den Wänden sind Blut und Brandspuren, auf der Treppe liegt ein Magierhut, dessen Spitze abgeschlagen ist, und sie kommen an einem Gemälde Rohals mit gesplittertem Glas vorbei. Herumliegende Bcher sind "Ringkunde für Fortgeschrittene" und "Die Tagebücher des Onithios von Teremon" (eine ausgezeichnete Fälschung), auf dem Boden weiter oben liegen noch "Die Inseln im Nebel. Erzählungen der Elfen" und eine Tabakdose, Weinflaschen, ein Stundenglas sowie ein Aurarcania-Amulett. In diesem Stockwerk befinden sich große Fenster, eins davon ist aufgebrochen.

Die Helden steigen noch ein Stockwerk höher. In der Mitte des Raums, den sie erreichen, ist das Parkett aufgerissen, und Aequitas stellt fest, dass ein Pandaemonium gewirkt wurde. Die Helden finden zerrisene Papierfetzen. Yerodin kann sie zusammen setzen. "Das Geheimnis von Fremmelshof - Tractatus über das primäre Opus der Magica sphairologica seit dem Wirken Rohals des Weisen". Daneben der lederne Umschlag eines Buches: "Von der Interferenz der Astralleiber bei multipler Potenzerhöhung mittels Sanguinik in der saurischen Repräsentation" (von Flakorio Bragallo), sowie Kreide, Kerzen, Zirkel, Winkelmesser. Auf dem Boden ein Blutfleck, und an der Wand ist in die Täfelung eine Dämonenkrone gekratzt.

Die Tür zur nächsten Treppe ist verschlossen, und die Helden bemerkenen einen Schutzzauber, der jemanden, der die Tür unbefugt zu öffnen versucht, neben den Turm in die Luft teleportiert. Sie umgehen den Zauber und finden im nächsten Stockwerk eine große Kiste mit den folgenden Schriften: "Die Reisen eines großen Geistes - Das Wirken des Dalek von Belhanka von 389 bis 343 v. BF", "Vom Licht gestreift. Die Gesänge der Niamh Goldhaar über Fenvarion, König der Hochelfen, aufgezeichnet von Abdul el Mazar" (unvollständige Abschrift), sowie "Nodix sphairologicus" von Alviron Rohalion (Cryptographo-gesichert).

Die nächste Treppe für die Helden hinauf zum Dach. Doch sie hören Geräusche und stellen fest, dass sie nicht allein im Turm sind. Zwei Borbaradianer-Attentäter greifen die Helden an, geschützt mit Gardianium und Psychostabilis und ausgerüstet mit Armbrüsten mit magischen Bolzen (Miasmasphaero, Somnigravis Ohnmacht) und Orcanofaxii. Dennoch gelingt es den Helden, sie zu überwältigen. Die Helden befragen die Borbaradianer und erfahren von ihrem Plan, ein großes Opfer astraler Kraft durchzuführen, um einen zeitweisen Zugang in eine Satinav-Affine Globule zu erhalten, in der die Zeit anders verläuft, um somit große Rituale schnell durchführen zu können.

Doch plötzlich geschieht etwas. Alles ist auf einmal fremd und irgendwie unheimlich anders. Leomar und Yerodin fühlen sich, als würden ihre Götter nicht mehr auf sie blicken. Die beiden Borbaradianer stürzen sich noch einmal auf die Helden, werden aber plötzlich aus dem Fenster geschleudert, wo sich der Limbus erstreckt. Das Ganze dauert nur wenige Augenblicke, dann ist draußen wieder die normale Welt.

Als alle die Überraschung verarbeitet haben, fragt Carolan: "Was ist hier, wenn dieser Turm gerade im Limbus ist?" Die Helden legen sich auf die Lauer. Und nach einer Stunde erscheint tatsächlich für wenige Minuten ein anderer Turm anstelle des etwas zerstörten Turms, den die Helden betreten haben. Dessen Tür ist mit einem Passwortmechanismus geschützt. Die Frage lautet: "Eine Welt..." und die Lösung ist "... ist nicht genug."

Als die Helden den anderen Turm betreten, werden sie von einer jungen Adepta angegriffen - Aralea, die Schülerin Taphîrels. Doch sie können schnell erklären, dass sie keine Borbardianer sind, und versuchen, Taphîrels Vertrauen zu gewinnen. Er ist sehr skeptisch, und zögert, mit ihnen zusammen zu arbeiten, denn im Borbardkonflikt will er lieber neutral bleiben. Die Helden berichten von ihren Plänen für Eisenrath. Er erklärt, dass für die Entrückung einer ganzen Burg sehr viele pAsP notwendig wären. Taphîrel findet auch Leomar sehr spannend und unterhält sich mit ihm über die Duellglobule des Dritten Zeichens. Mühevoll überzeugen Aequitas, Carolan und die anderen Taphîrel, sich nach Eisenrath zu begeben und dort mit ihrem eigenen Ritual zu helfen.

Sein Scholar Damiano del Corrinho berichtet, dass er im Limbus die Aktivitäten der Borbaradianer untersucht hat und einige Hinweise auf ein temporalmagisches Ritual gefunden hat. Die Helden bewegen sich mit dem Äthrolabium durch den Limbus, um dem auf den Grund zu gehen.

Die Kerker von Warunk

Unter Warunk. (Quelle: cloister)
Auf dem Weg durch den Limbus sehen die Helden ein Portal zu einem langen dunklen gemauerten Gang. Sie begegnen Geistern von gefallenen tobrisches Soldaten, die den Herzog Kunibald von Ehrenstein verteidigen wollen. Sie hören den Gesang des Athavar Friedenslied. Eine Horde von Brukha'Klah stellt sich ihnen in den Weg. Und sie sehen weiße Massen von Fleisch, Blasen und Tentakeln, alles verquollen, verwachsen und feist, dass durch Spalten in die dritte Spähre wächst.

Schließlich finden die Helden einen Ritualplatz im Limbus. Ein Okolus verrät, dass das drittsphärische Äquivalent im zentral-südlichen Tobrien liegt. Es sind astrale Strukturen zu erkennen, die die Form eine Minderglobule annehmen. Ein Yo'ugghatugythot baut daran. Die Helden werden von dem Dämon in die Dritte Sphäre gerissen.

Sie befinden sich in einem gemauerten Gewölbe, das zu einem Raum führt, in dem Schreibmaterialien, Beschwörungsutentsilien und Manuskripte sowie ein alter Vogel in einem Käfig aufbewahrt werden, sowie ein "Bad" mit einem in den Boden eingelassenen Becken voll schwarzem Wasser. Es gibt auch Räume zum Schlafen und Arbeiten. Doch die Helden sind nicht allein. In diesen Kerkern unterhalb Warunks halten Borbardianer Kasmyr gefangen (oder ist er freiwillig hier). Der Borbardianer Lamos Sohn des Lestet ist wach und bereitet eine Opferung vor, sein Collega Ake-Iya bewacht den schlafenden Kasmyr. Tala Thezzphaya, Magierin der Halle der Geistreisen und Lolgramoth-Paktiererin, schreibt an einer Thesis. Hesindian Gutacker schläft, und der schwarze Achaz Xqal'zl'yssr, den die Helden unter dem Namen Tscho'on'tak schon am Friedhof der Seeschlagen getroffen haben[2], meditiert über dem schwarzen Becken. Als die Helden auftauchen, kommt es zu Kampf.

In einem überraschenden Moment wird Aequitas von der zu schnell agierenden Lolgramoth-Paktiererin erdolcht. Leomar und Carolan überwältigen Lamos und Ake-Iya. Glücklicherweise führt in einem anderen Teil der Tunnel der schwarze Achaz in diesem Moment einen Zauber aus, der die Zeit bremst, sodass Leomar und Yerodin genug Zeit haben, Aequitas zu retten, nachdem sie die Borbaradianer in die Flucht geschlagen haben. Tala und Xqal'zl'yssr entkommen. Die Helden befreien Kasmyr und studieren die Notizen, Schriftrollen und Manuskripte. Offenbar hatten die Borbaradianer geplant, das Ritual des Chr'Zchakkrr't durchzuführen und sich selbst in einer Globule mehr Zeit zu verschaffen. Aequitas und Carolan studieren die Schriften ausführlich und entwickeln Pläne, wie sie die daraus gewonnenen Kenntnisse zur Verteidigung der Baronie einsetzen können. Gemeinsam mit Kasmyr kehren sie nach Eisenrath zurück.

Die Ruhe vor dem Sturm

Kasmyr ist noch immer sehr unzugänglich. Adario bietet an, sich um ihn zu kümmern. Die Helden reisen nach Ysilia, um dort die Hochzeit von Waldara und Yerodin zu feiern und die Verteidigung der Stadt vorzubereiten.

Die Truppen des Reichsbehüters stehen von Ysilia, sie sind als Verstärkung angerückt. Marschall Iseborn von Culming heißt sie in der Stadt willkommen. Es wird bereits winterlich kalt. Herzog Bernfried und die Helden besprechen die Berichte. In ganz Tobrien wird die dämonische Verseuchung schlimmer, nur in Perainefurten ist noch alles relativ in Ordnung. Dort steht ein Peraine-Heiligtum und der Orden der Der Orden der Herzlieben Schwestern und Brüder vom rechtschaffenden Leben zu Ehren der Herrin Peraine bewachen das Land.

Die Soldaten und die Söldner geraten in Konflikt. Die Hexen Isira, Shairazad und Samira fliegen auf Erkundungsflüge.

Die Helden planen die magische und nichtmagische Verteidigung der Stadt. Carolan bemerkt etwas zurückhaltend, dass er mit Jalna Ingrimsdottir, die eine Meisterin des virtuosen Pentagramma ist, den Dämonenbann konstruiert hat. Jalna stellt auf Nachfrage klar, dass das eigentlich Carolan allein war.

Der bescheide Traviageweihter Trautfried schlägt in Gegenwart anderer Geweihter vor, dass die Reichen in ihren Häusern Flüchtlinge aufnehmen, geht aber nicht davon aus, dass der Herzog seinen Worten Glauben schenken würde. Waldara hört das mit und erzählt Yerodin davon, der Herzog stimmt tatsächlich zu. Die forsche Peraingeweihte Perilinde rationiert Wein und andere Luxusgüter, bietet einem Adligen die Stirn und gibt jedem den gleichen Anteil Bohnen aus. Die Leute berichten glücklich, dass sie eine Zwiebeln über den Speisen zerdrückt habe, Peraine anrief und jeder davon aß, alle satt wurden und niemand hungern musste, obwohl nur wenig Nahrung da war. Und so viele Zwiebeln sie auch verteilt, es scheinen nie weniger zu werden. Fortan nennen sich einige der einfachen Leute Ritter der Zwiebel und verehren Perilinde.

Der Marschall Iseborn bittet Leomar, bei der Ausbildung der einfachen Leute mal mit hinzuschauen, während er sich um die Zöglinge der Knappenschule kümmert. Eine Mann namens Gunthar, ehemals Kerzenzieher, und seine kleine Tocher Faline sind auch dabei, Gunthar gibt dem Mädchen eine Stoffpuppe und übt kämpfen. Die Tsageweihte Ina nimmt die kleine Faline mit in den Tempel, damit sie sich nicht erschreckt, und Gunthar soll sie später dort abholen. Weitere Kämpfer, die unter Leomar üben, sind Belmina (Axtkämpferin), Eradan (Bogenschütze), Dwaro (Zwergischer Schwertkämpfer), Yorik, Kunja, Beorn.

Ysilia von Norden, mit der Burg(Quelle: gycinn)

Am 13. Tsa findet ein Kriegsrat statt. Die Hexen bringen die Nachricht, dass das Heer Borbarads bei Kummersfelden gen Norden zieht. Brin, Ayla von Schattengrund und Luceo de Ghuné drängen auf offene Schlacht. Sie wollen den Borbardianern entgegenziehen. Auf Bitten der Helden bleiben zwölf Banner Soldaten zur Verteidigung in Ysilia. Bernfried bittet die Helden, bei ihm zu bleiben, und sie stimmen zu. Gemeinsam sehen sie zu, wie der Rest des Heeres davon zieht.

Die Soldatin Belmina zweifelt an, ob es gut ist, dass der Herzog die Truppen des Reichsbehüters ziehen lässt, und fragt sich, ob er weiß, was er tut - Gunthar ist besorgt - Dwaro sagt: "Der Herzog ist vom besten Schlage, den man finden kann, sein Herz ist voll Tapferkeit und er lebt für sein Land. Ich würde seine dreckigen Stiefel küssen. Und du kannst dich freuen (Belmina), wenn du ein Zehntel so viel Hirn in deinem Schädel hast wie er, also red nicht so daher, als verstündest du was von Kriegsführung."

Die Helden kümmern sich um Hochzeitsvorbereitungen. Trautfried schlägt Yerodin vor, die Armen zu seiner Hochzeit einzuladen und ihnen Kuchen zu geben, das hebt die Moral. Die Hochzeit wird auf den 15. Tsa angesetzt. Ina und die kleine Faline backen Kuchen. Perilinde ist erst skeptisch, ob Getränke und Nahrung zur Verfügung gestellt werden soll, doch Trautfried überzeugt sie. Waldara überzeugt Yerodin, Efferdane von Eberstamm-Mersingen, die Herzogin, zu bitten, auf seiner Hochzeit eine Rede zu halten. Die Hochzeit soll im Tsa-Tempel, dem Tempel der Hoffnung, stattfinen.

Am 14. Tsa bemerken die Ysilia die anrückenden Banner des Feindes. Die Leute sind besorgt, aber nicht verängstigt. Bernfried sieht seine Befürchtungen bestätigt. Die Borongeweihten segnen die Gräberfelder vor der Stadt ein, die Antimagier basteln Thargunitothbann-Artefakte. Die Soldaten üben weiter fleißig mit Leomar. Carolan empfiehlt, diejenigen gehen zu lassen, die gehen wollen, und niemanden zum Kämpfen zu zwingen. Doch gleichzeitig sollen die Freiwilligen stolz sein, und tatsächlich schämen sich dann einige, neben ihnen feige dazustehen, und bleiben zum Kämpfen. Die anderen verlassen die Stadt. Die Tore der Stadt werden geschlossen, die Praiosgeweihten segnen sie gegen dämonische Angriffe. Unter den Flüchtlingen macht sich Blutiger Rotz breit, Perilinde pflegt die Kranken bis zur Erschöpfung, damit sie nicht die Blaue Keuche bekommen.

Waldara überlegt, im Angesicht des Feindes die Hochzeit abzusagen, doch der Traviageweihte Trautfried hält davon nichts. Tsageweihte Ina bastelt mit den alten Leuten und dem Mädchen Faline Lichter.

In der Nacht deutet Yerodin die Sterne: „Der Dolch, Symbol für Verrat und Intrige, steht im Trigon mit dem im Zenit leuchtenden Maulstern Gorfang in Firuns Eisbär (Überwindung) und mit dem hellsten Stern im Held (Opfermut, Heldentum). Seine Spitze deutet auf den Kaiserstern (Mittelreich). Müssen Helden Intrigen des Mittelreichs überwinden? Oder zeugt es von Heldenmut, ein Opfer zu bringen? Der Dolch steht seltsamerweise nicht in Disjunktion, sondern eindeutig in Konjunktion mit dem Held, ist es also eine heldenhafte Figur, die den Verrat begeht, und geht sie dabei ein Opfer ein? Gorfang und der Heldenstern stehen so dicht beieinander, könnte es Firun sein, der ein Opfer verlangt? Doch was soll geopfert werden? Oder sind Opfer gemeint, unschuldige Opfer vielleicht? Am südlichen Himmel, nur sichtbar für die Diener des Grauen, die Sterne immerfort funkeln lassen können, leuchten zudem die Rubine, Symbol für lang gesponnene Pläne, Beschwörungskunst, Rache und die Macht der Magiermogule. Wessen Plan entfaltet sich hier? Der Drache (Macht, Auseinandersetzung, Entscheidung) steht inzwischen im Zenit, sein jahrelanger Aufgang ist fast beendet. Kor und der Kaiserstern umtanzen einander unverändert.

Die letzte Nacht

Lichter bei Yerodins Traviabund (Quelle: nele-diel)

Am 15. Tsa marschiert der Feind vor Ysilia auf und die Stadt wird umschlossen. Es sind wesentlich mehr Truppen, als die Verteidiger erwartet hatten, und einige der Flüchtenden wurden vermutlich gefangen oder getötet.

Der Herzog Bernfried schlägt die Knappen der ysilischen Knappenschule zu Rittern. Die einfachen Bürger bringen Tee, Wein, Honig und Suppe zu den Magiern der Bannakademie, damit sie sich stärken. Es wird bekannt, dass Helme Haffax der Kommandat der Borbardianer ist. In der letzten Nacht vor der Schlacht feiern Waldara und Yerodin Hochzeit.

Es werden hunderte kleine Lichter beim Tsatempel entzünded. Trautfried spricht seinen Segen über das Paar. Die Herzogin Efferdane hält eine Rede. Aidvanya schenkt den beiden jeweils einen kleinen Anhänger mit einer Schwanenfeder. Die einfachen Leute essen Kuchen, Perilinde und Trautfried küssen sich. Viele Soldaten, die nicht schlafen können, kommen dazu und feiern mit. Geschichten werden erzählt und Hoffnung beschworen.

Die Nacht vor dem Kampf ist ruhig. Das Madamal spiegelt sich im Yslisee, zahlreiche kleine Lichtpunkte markieren die Häuser unten in der Stadt, leise Musik dringt aus den Hallen des Herzogs. Die Menschen beten vor den Tempeln Peraines und Travias. Kalt und fern glitzern die Sterne. Yerodin macht einen nächtlichen Spaziergang mit seiner Gattin Waldara. Dann kommt jemand auf sie zu, rennt die Treppen empor, keucht und berichtet. Lehrling Salix bittet ihn, Hilfe zu holen, es ist zu einem Konflikt zwischen Rittern der Zwiebel und Messerschmieden gekommen ("als seien Dämonen in sie gefahren!"), und sie streiten sich vor dem Tsatempel. Yerodin berichtet davon, und auch Perilinde und Trautfried (aneinander gelehnt schlafen) werden wach und kommen mit nachsehen.

Die Helden eilen durch die engen Gassen der Stadt. Am Ort des Konflikts angekommen, treffen sie Marschall Iseborn von Culming. Leomar weiß, dass dieser eigentlich keine Wache hat, um morgen wach und ausgeruht zu sein, doch der Marschall meint, dass der Lärm seine beiden kleinen Kinder aufgeweckt hat und er den Flegeln daher Manieren beibringen will. Er droht, sie alle in den Kerker zu werfen, wenn sie die Sicherheit der Stadt gefährden. Die Messerschmiede wenden sich an Trautmann, die Ritter der Zwiebeln an Perilinde. Perilinde verlangt, dass die Messerschmiede die Ritter der Zwiebel bewaffnen. Trautmann verlangt, dass ihnen nicht ihr Hab und Gut weggenommen wird, und weist darauf hin, dass die Ritter der Zwiebel nicht im Kampf ausgebildet sind. Schmiedin Maline Schwarzhandt: „Ihr wollt uns nehmen, was unser ist, das ist wider Praios gutes Recht! Und ihr werdet euch ja nur selbst damit erstechen, so sicher wie das morgen die Sonne aufgeht!“ „Ritter“ Gerrik Linneweber: „Zur Verteidigung der Stadt muss ein jeder geben, was er hat. Die Herrin der Zwiebeln hat uns gegeben, als wir in Not waren, jetzt wollen wir unser Leben für das der anderen geben. Haltet uns nicht auf!“ Perilinde und Trautmann drohen sich zu zerstreiten. Den Helden gelingt es jedoch, den Streit zu schlichten.

Der Herzog Bernfried geht schlaflos auf und ab. Sein Gemahlin Efferdane stillt den kleinen Jarlak, der weint. Es schneit etwas. Die Menschen finden keine Ruhe, doch sie sind still. Nur von Zeit zu Zeit gibt es leise gemurmelte Worte. "Ist es wirklich Haffax?" "Niemals, der Dämonenmeister will nur, dass wir uns in die Hosen machen." "Aber was wenn er es wirklich ist?" "Dann gnaden uns die Götter!"

Carolan, der über ihn wachte, weckt Aequitas, berichtet, dass ein Morcan versucht hat, ihm den Schlaf zu verderben, er ihn aber in die Niederhöllen geschickt hat, und das ein Brief da ist. Er stammt von Adario Marboso Paligan und Rhayodan di Porcupino. "Fasse mich kurz, vielleicht kämpft Ihr bereits. Haben 'Beute' aus Keller unter Warunk untersucht, fanden Substanz mohischen Ursprungs (13 Portionen). Fokus für ritualisierte Blutmagie. Es gelang uns, ihre Funktion zu aktivieren. Sende zehn Portionen, drei verbleibend in Eisenrath als Muster für eigene Creation. Analyse ergab äußerste Potenz, gleichzeitig fremdartige Herangehensweise an Blutmagie. Wirkt nur auf freiwillige Spender, jedoch aus Distanz. (Moha-Vorgehensweise: Mit Substanz Körper oder Amulette einschmieren, zu Geistern/Tapam beten, sich bereit erklären, sein Leben für den Stamm zu geben → Schamane nutzte Lebenskraft der freiwilligen Opfer für Zauber, auch aus der Distanz, z.B. von einem Ritualplatz aus). Vorschlag für Anwendung: Bemalen von hölzernen Amuletten mit je einer Portion (nach gusto, Symbolik erwies sich als irrelevant für arcane Potenz), aushändigen an freiwillige Spender (müssen nicht wissen, dass es sich um Magie handelt (!), offenkundig wussten es einige der Mohaha auch nicht, müssen nur bereit sein, für ihren Stamm (lies: Tobrien) ihr Leben zu geben, gegeben die Magie wird dann auch zum Nutzen des Stammes/Tobriens eingesetzt, ausschlagebend ist hierbei die Auffassung des 'Schamanen', also des Zaubernden). In Folge Zauber entsprechend umseitigem Entwurf einer Thesismodifikation sprechen, um die Lebenskraft der Spender zu nutzen. Übliche Konditionen der Sanguinik gelten weiterhin. Möge die zusätzliche Kraft Euch gelegen kommen!

- Adario M. Paligan in Zusammenarbeit mit Kalman von Silas & Rhayodan de Porcupino

PS: Bedenkt, dass Blutmagie nach C.A. illegal ist, wahrt also unbedingt Diskretion. Es könnte Verbündete verstören. Gez. R. d. P."

Leomar bemerkt, dass Isira fehlt, und Corar taucht auf und sagt "Schwester, Schwester", und fliegt davon (Leomar eilt hinterher). Er muss schnell sein, um dem Raben zu folgen, der nach Süden fliegt. Nahe des Tors krächzt Corar "Bruder! Gefahr! Rette!" und dann "Feuer, Erlen, dorrthin! Errlen, dorrthin!" Südlich der Stadt lagern Menschen am Ufer des Yslisees, die nach Borbaradianern aussehn. Doch Isira ist unter ihnen. Isira erklärt, dass diese Borbaradianer keine Söldner, sondern gepresste Tobrier sind, die sie auf ihrem Erkundungsflug gefangen nahmen. Nachdem Isira den Anführer (borbaradtreu) außer Gefecht setzte, halfen die übrigen ihr. Die Leute kommen aus einem gebrandtschatzen Praioskloster und dem dazugehörigen Weiler "Sonnenheim", und sie waren Gehilfen der Geweihten oder selbst Laienprediger. Die Borbaradianer zwangen sie in die Armee und erpressen sie mit dem Leben ihrer Familien, falls sie die Seiten wechseln oder desertieren, werden diese sterben. Sie sind aber entschlossen, trotzdem etwas für Tobrien zu tun. Sie berichten, dass aus dem Kloster ein magisches Buch, der "Schwarze Folianth von Yol'Ghurmak", geraubt wurde, das voller finsterer Magie ist (Blutmagie, verderbte und pervertierte Elementarmagie, Paktiererei), und das sie Angst haben, dass die Borbaradianer es für eine große Beschwörung nutzen wollen, um viele Leben für einen großen Angriff auf Ysilia zu opfern. Das Buch wird erst im Laufe des Angriffs an die Front gebracht, momentan ist es irgendwo versteckt. Es ist mit zahlreichen Zaubern versehen und ein unzerstörbares Artefakt (außer durch Drachenfeuer, heißt es – hier wirft Isira Leomar einen vielsagenden, hoffnungsvollen Blick zu). Außerdem übt es auf Magier eine starke Anziehungskraft aus und korrumpiert sie, berichten die Sonnenheimer. Doch sie haben einen Plan: Wenn das Buch in der Schlacht zu den Magiern gebracht wird, die damit ihre finsteren Rituale durchführen wollen, wollen sie es heimlich durch ein gefälschtes Buch austauschen (sie wissen besser, wie das Buch aussieht, als die feindlichen Magier, sie haben es in dem Kloster jahrelang bewacht). Dann wollen sie bei ihrem Sturm auf die Stadtmauern das echte Buch mit sich bringen, und Leomar soll sie nach drinnen lassen. Dann könnte er das Buch zerstören, ehe der Feind bemerkt, was geschieht.

Der Plan hat nur einen Haken, sagt Isira: Wenn Aequitas erfährt, um was es sich handelt, wird er versuchen wollen, die Zerstörung um jeden Preis zu verhindern. Und auch andere Magier sind vor den Verlockungen des Schwarzen Folianthen nicht gefeit. "Gefahr! Gefahr!", krächzt Corar. Isira ahnt ein schlimmes Schicksal voraus, falls die Macht des ersten Gezeichneten so ein pervertiertes Werkzeug erhält, und überlegt, ob der Plan deswegen nicht zu heikel ist. Aequitas fällt sicher irgendein magischer Trick ein, das Buch fortzuzaubern oder vor der Zerstörung zu bewahren, wenn er davon erfährt. Sie fragt Leomar, ob er es schaffen kann, die kleine Gruppe treuer Sonnenheimer aufzunehmen und den Schwarzen Folianthen zu zerstören, ohne dass Aequitas davon erfährt. Leomar ist einverstanden.

Früher Morgen am Yslisee (Quelle: natehallinanart)
Waldara berichtet Yerodin, dass sie schlecht geträumt hat (wo sie wohl nicht die einzige war) und dass sie Angst um die Menschen hat. Sie fürchtet, dass in einer Panik, falls Feuer auf die Stadt regnet, viele Menschen nutzlos umkommen.

"Ich sah Feuer, Yerodin, Feuer, das auf die Stadt regnet, und die Menschen konnten ihm nicht entgehen. Egal, wohin sie sich wandten, sie fanden keinen Ausweg. Ich habe so etwas schon erlebt, Menschen, die eingeschlossen waren, wie Vieh in einem brennenden Stall. Ich will nicht, dass das geschieht, Liebster, was nützt es uns, wenn wir die Stadt verteidigen und dabei alle sterben? Lieber sollen sie fliehen. Aber das dürfen die Heerführer nicht sagen, sie würden damit Schwäche zeigen und den Menschen Angst machen. Sie müssen stets sagen: "Kämpft und bleibt standhaft bis zuletzt!". Ich habe eine große Bitte an dich, Geliebter. Lass uns das kleine Tor zum Yslisee öffnen. Niemand darf davon erfahren, damit niemand dem Feind diese Botschaft zutragen kann – doch der Feind hat keine Boote, und durch den See ist Ysilia auf dieser Seite gut gegen jedes Heer geschützt. Wir sagen es den Leuten nicht gleich, um ihnen keine Angst zu machen, doch wenn es zum Schlimmsten kommt, dann nehme ich die einfachen Leute und führe sie zum Tor, und zeige ihnen den Ausweg, damit sie fliehen können und nicht sinnlos sterben. Das Tor ist eine Holzpforte mit einem Eisenschloss, einfach geschlossen sieht es genauso aus wie verschlossen, niemand wird es merken, Liebster. Aber im Eifer des Kampfes, wenn der Herzog und die Gezeichneten irgendwo fechten, dann wird niemand an die armen Leute denken, die in den Straßen sterben. Ich habe solche Angst um sie, die Leute, die Kinder... Niemand wird sie retten, und es wird sein wie in meinem Traum, wenn wir nichts tun. Aber wir können ihnen wenigstens eine Chance geben, zu entkommen – nur falls es zum Schlimmsten kommt. Kannst du das für mich tun, Yerodin?" Yerodin schleicht sich heimlich zum Tor auf der Seeseite, öffnet es mit Hilfe des Silbernen Hand, und schafft es, das ganze vor den Wachen zu verbergen.

Die Sonne geht auf. Kleine weiße Rauchfahnen steigen aus den Kaminen Ysilias empor. Eine dünne Schicht Schnee liegt auf den Dächern. Alle treffen sich mit Herzog Bernfried zur Besprechung. Dieser fragt, ob irgendetwas Besonderes ist der Nacht passiert ist. "Für euch, sicherlich!", sagte er lächelnd zu Yerodin, auf den Traviabund anspielend. Weder berichtet Aequitas von dem Brief, noch Yerodin von seiner nächtlichen Aktion am Tor, noch Leomar von dem Versprechen, dass er den Sonnenheimern gab.

Alle gehen auf ihre Posten und sehen zu, wie die Sonne aufgeht. Waldara gibt Yerodin einen Kuss, als sie zu den Schützen geht. Die Ritter der Zwiebel unter Führung von Gerrik Linneweber wenden sich an Leomar und bitten ihn darum, auch auf den Wällen eingeteilt zu werden, um die Stadt zu verteidigen. Faline, an Gunthars Seite, fragt: "Was macht der Magier mit dem bösen Auge?" "Er erschreckt damit Dämonen, und dann laufen sie weg. Aber jetzt rasch, lauf zur Schwester des Regenbogens, die passt im Tsa-Tempel auf dich auf." Die Magier nehmen ihre Plätze ein, Carolan postiert sich an Aequitas' Seite. "Möge die astrale Macht Euch nie ausgehen."

Der Kampf um Ysilia

Die Verteidigung Ysilias (Quelle: quintuscassius)

Die Schlacht beginnt. Wie maraskanische Treiberameisen breiten sich die Angriefer auf dem schneebedeckten Feld vor der Stadt aus. Mit unheilverkündendem Sirren schlagen Pfeile über all ein. Goblinplänker und Untote schwärmen in breiter Formation aus und senden einen Pfeilhagel auf die Mauern. Karakile fliegen sehr hoch und werfen Brandbomben ab, die jedoch nicht alle gut treffen und teilweise nur schwelen und Rauch entwickeln. Einige von ihnen treffen allerdings Gebäude und gehen in Flammen auf. Armbrustschützen mit großen Schilden versuchen gezielt, die Magier unter den Verteidigern zu erwischen.

Die Verteidiger gehen mit Waffen und Magie gegen die Angreifer vor. Aequitas verteilt die "Schutzamulette" mit Zwiebelsymbolik an die einfachen Kämpfer, ohne zu erklären, was es genau mit ihnen auf sich hat. Die Magier beschwören Dschinne und Elementarmagie, um die Angreifer abzuwehren. Beherrschte Harpyen, die mit Steinen werfen, und eine feindliche Hexe liefern sich Luftkämpfe mit Isira und den tobrischen Hexen. Ein Belagerungsturm rückt gegen das Tralloper Tor vor, doch in Wahrheit handelt es sich um einen Rammbock, der durch den turmartigen Aufbau verdeckt wird und außerdem mit einem Widerwille verborgen ist.

Gleichzeitig marschiert eine Gruppe Soldaten gegen das Lilientor, mit einem offenen Rammbock und einigen borbardianischen Söldnern, die sie decken. Leomar befehligt die tobrischen Bogenschützen, nur die Söldner zu erschießen, nicht aber die Soldaten, denn das sind die gepressten Sonnenheimer. Er öffnet das Lilientor und lässt die Sonnenheimer herein, nachdem diese sich gegen die borbardianischen Söldner gewandt und sie erschlagen haben. Die Soldaten geben Leomar das Buch, von dem sie ihm in der Nacht zuvor berichtet haben, und er zerstört es mit seinem Drachenodem.

Der Rammbock am Tralloper Tor rückt weiter vor. Kriegshörner erklingen und in der Stadt brechen Kämpfe aus. Im Chaos ist zuerst nicht ersichtlich, was vor sich geht - doch anscheinend waren einige der von Harpyen geworfenen Steine mit Herrschaftszaubern versehen. Und die Soldaten, die Leomar nach drinnen gelassen hat, waren in Wahrheit besonders clevere Borbaradianer und keinesfalls praiostreue fromme Gläubige.

Aequitas, Dschelef, Chadim, Jalna Ingrimmsdottir, Carolan und den Magiern der Bannakademie gelingt es, den Rammbock am Tralloper Tor zu zerstören. Soldaten mit Leitern stürmen die Mauern, und nicht nur die - auch Shruufya und Zantim erklimmen die Verteidigungsanlagen. Die Geweihten der Stadt gehen gegen die Dämonen vor. Leomar kämpft auf den Mauern wie eine kleine Armee. Schreie und Waffengeklirr hallen wil durcheinander. Kämpfer stürzen schreiend nach unten. Trotz der Kälte sind die Verteidiger in Schweiß (und Blut) gebadet. Eine Horde Braggui sorgt für Panik unter den Verteidigern. Die verräterischen "Sonnenheimer" öffnen das Lilientor und feindliche Soldaten stürmen in die Stadt. In diesem Moment bemerken die Helden eine dämonische Präsenz im Osten der Stadt (Richtung Yslisee), die rasch an Stärke zunimmt.

Die Dämonenarche

Die Verteidiger führen ein Rückzugsgefecht in der brennenden und rauchenden Stadt. Zivilisten fliehen in die Herzogenburg, und Leomar versucht so viele Menschen wie möglich in Sicherheit zu bringen. Da bemerkt Yerodin einen mächtigen, dunklen Schatten unter der Wasseroberfläche. Plötzlich beginnt die See zu brodeln, der riesige Schatten durchbricht die schäumende Wasseroberfläche. Immer höher reckt sich ein verwachsenen Ungetüm aus schwarzem, verdrehtem Holz und wirft das Wasser in schäumenden Wogen auf. Wasserfällen gleich rinnen Ströme von seinem Rücken, wo sich turmartige Aufbauten erheben. Das mehrere Dutzend Schritt lange Monstrum erhebt sich auf acht Beinen, gewaltigen Baumstämmen gleich, und stakt auf die Mauern der Stadt zu.

Dann steigt die Dämonenarche an Land. Das baumartige, dämonische Monstrum ist voll von Krakoniern, Charyptoroth-Paktierern und Hummeriern und Daimoniden und nähert sich rasch dem Ufer. Die Leute dort brechen in Panik aus und die Soldaten fliehen in kopfloser Panik, bis Leomar die Moral wiederherstellt. Die Feinde stürmen von der Arche und drängen durch die von Yerodin geöffneten Tore auf der Seeseite in die Stadt. Die Arche stampft auf die Mauer zu und streckt ihre Wurzeltentakel aus, die rund um das gähnende Maul herum wuchern, aus dem die Hummerier strömern. Die baumstammartigen Tentakel reißen eine Bresche in die Mauer, die Hummerier strömen nach drinnen und auf die Mauern.

Iseoborn von Culming eilt herbei nud versucht mit seinen Leuten, die Mauer zu halten. Doch sie sind hoffnungslos in der Unterzahl. Praiosgeweihte versuchen, die Arche zu exorzieren, doch das Herz der Arche ist an diese Sphäre gebunden. Leomar, Yerodin und Aequitas entschließen sich zu einer Verzweiflungstat und stürzen sich durch das Maul ins Innere der Arche.

Auf dem "Oberdeck" schlagen die Greifarme nach den Helden. Im Inneren versucht die Arche, die Helden mit Randen und Zweigen zu umklammern, die in unheilige Flüssigkeit getränkt sind, und sie mit Dornen aufzuspießen. Plötzlich aufreißende Löcher versuchen die Eindringlinge unter die Borke zu ziehen, um sie dort zu zerquetschen. Aufplatzende Adern ergießen faulig-ätzendes Unwasser auf die Helden. Und Hummerier und Krakonier versuchen, sich den Helden in den Weg zu stellen. Dann neigt sich die Arche auch noch schief, da sie beginnt, die Mauer der Stadt zu erklimmen, und Wasser strömt durch den ganzen Rumpf. Doch die Helden kämpfen sich immer weiter vor und erreichen schließlich die Herzkammer. Mit elementarer Feuermagie und Leomars heiligem Drachenodem geling es, das Herz zu zerstören. Die Ma'hay'tan stürzt im Todeskampf in den Yslisee und die Helden retten sich im letzten Moment nach draußen ans Ufer. Dort verteidigt Bernfried gemeinsam mit den verbleibenden Verteidigern die zerstörte Mauer, doch Iseborn ist gefallen und die Hummerier sind einfach zu zahlreiche. Die Verteidiger ziehen sich in die Burg zurück.

Bernfried entsendet jede Reserve - gerade gestern erst zum Ritter geschlagene junge Edle. In der Stadt sind zahlreiche Kämpfe ausgebrochen, es herrscht Chaos. Efferdane von Eberstamm führt die Wulfengarde in die Stadt, um den Rückzug der Flüchtlinge zu decken. Harpyen, Braggui und Karakile mit Brandgeschossen versuchen, mehr Panik zu verbreiten. Leomar und die anderen helfen dabei, Barrikaden am Yerodinmarkt zu errichten und die Feinde aufzuhalten, damit die einfachen Leute fliehen können. Die Angreifer marschieren mit einem Belhalhar-Banner, das in der Mitte einen blutroten Edelstein eingewoben hat, der jeden in Angst versenkt - doch Yerodin kann den Stein stehlen. Die Antimagier unter Alvina Crassula halten die Dämonen in Schach. Perilinde hat nur noch einen Kampfstab, kämpft aber dennoch wie eine Wölfin. Eine borbaradianische Hexe schießt mit ihrer Armbrust auf Flüchtende. Die Zwiebelritter verschaffen eine kurze Atempause, bis Aequitas einige von ihnen in einem blutmagischen Ritual opfert, um sich Astralkraft zu verschaffen. Brandgeschosse setzen den Perainetempel in Brand. Ein besonders monströser Hummerier reißt die Barikaden ein und kann schließlich von Bernfried erschlagen werden, doch der Herzog wird dabei verletzt. Bei Sonnenuntergang ziehen sich alle auf den Yslistein zurück.

Verhandlungen mit Haffax

Ein grauenerfüllter Veteranen-Verteidiger sagt, dass er den schwarzen Heerführer gesehen hat: Helme Haffax, mit einem schwarzen Schwert und einer schwarzen Rüstung, wie er einen wehrlosen Verteidiger aufspießte, doch es war ganz sicher der Marschall! Die Veteidiger verbarrikadieren sich im Yslistein. Die Kämpfe kommen zum Erliegen. Die Lage ist zunehmend verzweifelt. Dann erhalten die Verteidiger einen Brief von Haffax.

Ihr habt tapfer gekämpft. Und was noch viel wichtiger ist: Ihr habt klug gekämpft. Daher möchte ich Euch ein Angebot machen. Erlaubt mir zunächt, Euch auf die derzeitige Lage hinzuweisen. Ich beabsichtige keinesfalls, Euch zu demütigen oder mich an Eurer Lage zu erfreuen. Ich wünsche nur, Euch auf einige Details hinzuweisen: Mehr als einmal hat im Zuge dieser Belagerung jemand die Stadttore von innen geöffnet und Feinde hinein gelassen. Mehr als ein Soldat, der eigentlich für die Ysilia kämpfen sollte, hat sich gegen die Verteidiger gewandt. Die Kampfschauplätze haben den Angreifern in die Hände gespielt. Obwohl Ysilia sich auf eine Belagerung vorbereitet hat, ist sie Opfer eines Überraschungsangriffs geworden. Und der geschätzte Collega Gaius Cordovan hat noch nicht einmal angefangen, sich persönlich der Halle Antimagie anzunehmen. Noch einmal, die Aufzählung ist keine Stichelei - sie ist nicht einmal eine Drohung. Ich gehe nicht davon aus, dass Ihr Eure Entscheidungen basierend auf derartigen Gefühlsregungen trefft. Vielmehr möchte ich Euch hiermit aufzeigen, dass ich gewisse strategische Fähigkeiten mein Eigen nenne, die auch die des Tharsonius übersteigen. Das ist nur eins der Dinge, in denen der Bethaner und ich uns grundlegend unterscheiden. Doch wie Ihr sicherlich schon längst wisst, schreibe ich Euch aus einem sehr konkreten Grund ist dieser Situation - weil ich etwas von Euch will, und weil ich Euch etwas bieten kann. Tatsächlich bin ich der festen Überzeugung, dass wir einander von Nutzen sein können, so überraschend das für Euch klingen mag. Ich habe Euch ein Angebot zu machen, mit dem Ihr Eure Lage deutlich zum Besseren wenden könntet. Alles, was Ihr tun müsst, um davon zu erfahren, ist den Ersten Gezeichneten zum Lilientor zu senden, wo mein Unterhändler auf ihn warten wird. Falls Ihr eine strategische Finesse in der Hinterhand habt, mit der Ihr mich zu überraschen und den angerichteten Schaden nicht zu machen gedenkt, zögert nicht, dieses Papier zu zerreißen. Doch sollte dem nicht so sein, bedenkt: Bei Sonnenaufgang wird Gaius den Angriff auf die Bannakademie befehlen, und wenn die Sonne das nächste Mal sinkt, wird kein einziger Verteidiger in Ysilia mehr am Leben sein. Daher überlegt gut, ob Ihr mein Angebot nicht annehmen wollt. Ich schwöre Euch bei meiner Ehre, dass ich nichts weiter beabsichtige, als ein Gespräch mit Euch zu führen, und Euch in keine Falle führe. Ich wünsche aus Vorsicht, nur einen Verhandlungspartner zu sprechen, und Ihr solltet wissen, dass Ihr, wenn Ihr schon jetzt anderen von diesem Austausch berichtet, Ihr Eure Chancen auf eine Einigung mit mir zu beiderseitigem Vorteil möglicherweise zunichte macht. Ich wünsche Aequitas, da er in der Lage ist, den Wahrheitsgehalt der Worte, die mein Bote zu ihm sprechen wird, magisch zu überprüfen. Der Bote ist unmagisch wie Koschbasalt, erfreut sich einer im üblichen Rahmen intakten Seele und ist unbewaffnet. Ich erwarte Eure Antwort voller Spannung. Möge das Glück beiden Seiten gleichermaßen hold sein, auf das der Bessere gewinne - oder, was vorzuziehen wäre, mögen wir beide als Sieger aus dieser Sache hervorgehen.

Hochachtungsvoll, Helme Haffax

PS: Ich bedaure, falls unter den Gefallenen jemand ist, der Euch am Herzen lag oder von Nutzen war. Ich biete als Wiedergutmachung, dem Ersten Gezeichneten zu offenbaren, welcher Eurer Vertrauten Euch verraten haben.

Sie treffen den Unterhändler - eine Phexgeweihte namens "Alrike vom Berg", die früher für die KGIA gearbeitet hat. "Ich besitze ein Amulett, dass mir anzeigt, wenn ich verzaubert werde. Wenn ich zum Kommandanten zurückkehre, wird Galotta mich auf eventuelle Verzauberungen untersuchung. Ich bitte Euch, nur Magie anzuwenden, wenn wir das vorher abgesprochen haben. Ansonsten kann ich nicht dafür garantieren, dass irgendeine Art von Absprache mit dem Kommandanten zu Stande kommt."

Die Unterhändlerin sagt den Verteidigern: Die Verräter sind Yerodin, Leomar und Isira. Der Untergang Ysilias könnte sowohl für die Gezeichneten als auch für Haffax das Beste sein. Haffax bietet freien Abzug für die einen Teil der Verteidiger und für die Wehrlosen, solange seine Bedingungen eingehalten werden. Außerdem bietet er strategische Informationen, die den Helden nützlich sein können, um einen Verlust zu verhindern, der schlimmer als der Ysilias wäre. Tharsonius weiß, dass die Helden planen, eine Minderglobule zu errichten, um damit einen Ort praktisch unangreifbar zu machen (immerhin weiß er, dass die entsprechenden Dokumente aus dem Labor unter Warunk fehlen und dass Taphirel ar Ralahan verschwunden ist und er ihn nicht hat).

Galotta vermutet, dass die Helden auf dem Kraftlinienknoten von Ysilia planten, die Globule zu errichten, Haffax drängte daher auf eine schnelle Eroberung der Stadt, ehe die Pläne zu weit fortgeschritten sind. Haffax' Plan lautet wie folgt: Er will es so aussehen lassen, als habe er in Ysilia die Feinde größtenteils ausgelöscht (was er auch ganz gut kann), und er will, dass Lutisana von Perricum in Zukunft stirbt oder versagt - denn dann wird Borbarad ihn zum Oberbefehlshaber seines Heeres machen. Und als Oberbefehlshaber ist er sowohl für Borbarad als auch für das Mittelreich unersetzlich und hat die angenehme Situation, sich seine Loyalität später noch aussuchen zu können, je nachdem, welche Seite ihm mehr bietet (das sollten die Helden lieber wollen als die fanatisch borbaradianische Lutisana). Die strategischen Informationen, die er Aequitas gibt: Lutisana von Perricum marschiert mit einer kleineren Streitmacht von Osten auf Ebelried zu (die größere, südliche Streitmacht war von Xeraan illusorisch erzeugt, sodass die Späher getäuscht werden konnten) und plant, Ebelried, dessen Baron seit Längerem vakant ist, zu überfallen und auszulöschen, um die Bewohner mit ihren eigenen Soldaten zu ersetzen. Der Stadthalter soll mit der Seelenwanderung des Druiden übernommen werden, sodass dieser seine Rolle spielen kann. Dann wollen sie die Rondrageweihten, Ayla von Schattengrund und Reichsbehüter Brin in die Falle locken und alle meucheln. Ihre Truppe ist jedoch recht klein, wenn der Reichsbehüter vorgewarnt wäre, könnte er Ebelried rechtzeitig evakuieren und selbst Lutisana eine Falle stellen. Somit könnt der Untergang von Ebelried und vor allem von Perainefurten aufgehalten werden. Letzteres ist die einzige Sorge, die Tharsonius im Bezug auf Tobrien hat, denn von dort könnte der Widerstand der Zwölfgöttergläubigen das Land verteidigen.

Alrike bietet an, dass Aequitas an dieser Stelle einen Respondami zaubert, um zu überprüfen, ob sie bis hierher die Wahrheit gesagt hat. Dann schlägt sie vor, dass wenn Aequitas Interesse hat, sie die beiden mit einem Händlersegen dazu verpflichten wird, niemandem außer den Gezeichneten und Helme Haffax von den Inhalten dieses Gesprächs zu berichten. Für die strategischen Informationen fordert Alrike den Tod von Bernfried oder eine vergleichbare Leistung, die Haffax gut dastehen lässt. Doch hier muss Aequitas Haffax herunterhandeln. Er überlegt sich: Galotta darf keinen Verdacht schöpfen und auch die Gegenseite darf nichts erfahren, sonst sinkt einerseits die Moral bei den tobrischen Truppen extrem, und andererseits wird Haffax dann aufgedeckt und das würde Borbarads Vertrauen in ihn erschüttern, was auch für die Helden schlecht wäre. Um Galotta und den Dämonenmeister zu überzeugen, dass Haffax hier tatsächlich einen wichtigen Sieg errungen hat, muss Haffax vorgeben, dass in Ysilia tatsächlich Forschungen und Pläne zum Entrücken durch die Heldenmagier stattgefunden haben. Haffax verlangt daher von Aequitas, dass dieser Spuren in der Akademie hinterlässt, die darauf hindeuten – Wie, ist seine Sache, er ist der Magier und Erste Gezeichnete. Wenn Galotta nach der Eroberung der Akademie zu dem Schluss kommt, dass das Zentrum dieser Forschung Ysilia war, wird Haffax den Verteidigern vom Yslistein aus freien Abzug gewähren (das gilt für die Truppen, die nicht Galotta unterstehen, also allen außer den Magiern). Außerdem hätte er es gern, wenn Jalna Ingrimmsdottir stirbt, damit alles plausibel wirkt. Aequitas willigt in den Plan ein, und kehrt im Geheimen zurück zum Yslistein.

Der Fall Ysilias

Währenddessen greifen die Gruppen der Borbaradianer weiter die Verteidiger an. Soldaten mit Rammböcken rücken an. Ihre Fackeln leuchten im Dunkel auf dem Weg, der hinauf zum Yslistein führt. Sie rücken näher, verspotten die Verteidiger. Einer von ihnen, kahlköpfig und sehr groß, ist in eine Plattenrüstung gehüllt, nennt sie Feinglinge. Waldara schießt mit zornig auf ihn, doch der Bolzen prallt ab. Dann erklingt ein Grollen in der Erde, die Erde erbebt, und Steine bröckeln vom Praiostempel. Karakile fliegen näher und werfen Brandgeschosse auf den Praiostempel. Ein Asquarath attackiert den Tempel, doch die Magier können die Dämonen abwehren. Kurz darauf stürmt ein Novize aus dem Tempel zu Leomar und ruft: „Helft! Sie haben einen Tunnel, sie attackieren den Tempel! Der Schild der Ardare ist darin, so helft uns, Herr!“ Bernfried nickt grimmig, er wird das Yerodin-Tor schon halten. Leomar und Yerodin eilen zur Verteidigung des Tempels, um den Schild der Ardara zu verteidigen. Durch ein Loch im Boden strömen feindliche Soldaten in den Tempel des göttlichen Zorns. Leomar wirft Feinde von der Treppe und schlägt sie mit seinem Drachengebrüll in die Flucht, und es gelingt, den Schild zu retten. Doch Yerodin bemerkt, dass die Fiende die Tsa-Geweihte Ina gefangen haben. Und der große Glatzkopf droht, sie grausam zu töten, wenn niemand nach draußen kommt, um gegen ihn zu kämpfen.

Waldara springt von der Mauer, um sich ihm zu stellen. Der Söldner lacht. Sie kämpfen, Waldara weicht aus, und dann ruft sie Yerodin plötzlich zu: „Im Triumph offenbart der Drache dem Zwerg seine Schwäche! Sieh unter den Schuppen!“ Kurz darauf wird sie von dem monströsen Kämpfer niedergeschlagen und bleibt regungslos liegen. Der Feind hebt seine Arme im Triumph und dreht sich den seinen zu, und Yerodin sieht die Rüstung ein Stück auseinandergleiten und kann ihn mit einem Bolzenchuss töten. Waldara springt auf - sie tat nur so, als sei sie getroffen - schnappt sie Ina und rettet sie in den Schutz der Mauer.

Eine gelbliche, fahle Sonne dringt durch die Rauchschwaden. Viele Gebäude der Stadt sind in Flammen aufgegangen, der Perainetempel ist nur noch eine rauchende Ruine. Söldner plündern die Stadt. Eine Gruppe Magier in Kutten, begleitet von schwer gerüsteten Maraskanern, nähert sich dem Tor der Bannakademie. Darüber kreisen drei geflügelte Dämonen. Eine mutige Flammenlanze Jalnas explodiert auf dem aufleuchtenden Schutzzauber der Magier. Eine Gruppe von Dämonen attackiert die Mauern der Bannakademie: einige Shruufya und ein Umdoreel. Antimagier nutzen Bannschwerter und Pentagramma-Teppiche, um Dämonen auszutreiben. Jalna schickt mühelos einen Dämon nach dem anderen in die Niederhöllen und kämpft dazu mit ihrem Stab. Mittels Blitz und Panik werden die Bannmagier nur kurzzeitig geschädigt, Schutzamulette leuchten auf oder Antimagiesprüche heben die Effekte auf. Doch die mit Protectionis geschützten Dämonen von Galotta sind immun gegen die Antimagier. Galotta schickt seine protectionisgesicherten Dämonen (Bha'Levekim) vor, die sich nicht austreiben lassen. Scholaren und Adepten wenden sich gegen ihre Magister, Magier schlagen ihren Schädel gegen Steinwände oder kreischen irre – und in diesem Moment stürmen Charytide und Söldner das Tor. Die Bannakademie fällt.

Dicht gedrängt haben sich die Bewohner Ysilias auf dem Yslistein und im Herzogenpalast zusammengefunden. Viele konnten gerettet werden, doch viele liegen auch tot unten in der Stadt. Noch immer hallt der mahnende Gong des Praiostempels, noch immer wird Ysilia verteidigt. Die fragenden, angsterfüllten Gesichter wenden sich den Helden zu. Aidvanya beruhigt die Leute. Nach der Eroberung der Bannakademie gehen die Schergen Galottas gegen den Herzogenpalast vor. Die regulären Truppen beginnen jedoch keinen Sturmangriff, sondern eine Belagerung. Unter dem Banner des Kommandanten Haffax lagern sie vor dem Herzog-Yerodin-Tor. Über die Ruine des Lilientors baut der Je-Chrizlayk-Ura eine steinerne Brücke. Nicht mehr lange, und die Borbaradianermagier werden da sein.

Aequitas berichtet dem Herzog von der Vereinbarung mit Haffax. Der Herzog ist einverstanden. Durch die geheimen Tunnel unter der Burg werden die Überlebenden nach draußen geleitet, und fast alle verbleibenden Kämpfer evakuiert. Die Magier der Bannakademie decken den Rückzug, und Yalna Ingrimmsdottir stirbt heldenhaft im Kampf. Ein Dämon schafft es beinahe noch im letzten Moment, den kleinen Jarlak von Ehrenstein zu erwischen, doch er kann abgewehrt werden. Und als die Flüchtenden auf der anderen Seite des Tunnels in den verschneiten Wald treten, ist von den Truppen Haffax' keine Spur - er hat sein Wort gehalten und lässt die Verteidiger unbeschadet abziehen. In der Stadt hat Aequitas gefälschte Notizen zurückgelassen, die es so aussehen lassen, als sei Ysilia der Ort ihrer limbologischen Experimente gewesen. Während die Stadt geplündert wird, ziehen die Überlebenden durch das verschneite Tobrien davon.

Die Schlacht im Schnee

Tobrier auf dem Weg zur Schlacht im Schnee. (Quelle: mingrutu)

Doch noch ist nicht alles getan. Es beginnt heftig zu schneien. Doch ehe sie überdeckt werden, finden die Verteidiger im Schnee noch die Spuren von Wölfen, es scheint, dass ein Rudel Wölfe die Helden direkt zu den Feinden führt. Lutisanas Heer nähert sich Ebelried, wie Helme Haffax es angekündigt hat - doch sie sind verkleidet als einfache Flüchtlinge. Ihnen voraus reitet der abtrünnige Baron Yendar Ogerwald (Perilinde: „Und ich habe seine alte Mutter gesund gepflegt! Wie kann er es wagen!“), Lutisana von Perricum selbst und der borbaradianische Druide Gwendion von Nevelung, der offenbar eine ganze Meute Weißer Hetzer kontrolliert. Das Heer ist langgestreckt wie eine Perlenschnur in der verschneiten Landschaft und rechnet nicht mit einem Angriff. Bernfried befiehlt den Angriff - für Tobrien!

Gwendion zaubert sich und Lutisana in eine Harmlose Gestalt und schnappt sich einen der Soldaten, dem er „Sieh doch! Da flieht Lutisana von Perricum!“ zuruft. Darauf schlägt er sich mit der echten Lutisana in die Büsche. Im Schnee ist das Vorankommen schwierig (wie hüfttiefes Wasser). Der starke Schneefall begrenzt die Sicht auf wenige Schritt. Die Weißen Hetzer attackieren wild die Soldaten der Tobrier. Darunter sind auch Karmanthi. Aber auch ein Rudel Wölfe greift auf Seiten der Helden in den Kampf ein. Perilinde kämpft wütend mit und erschlägt Yendar von Ogerwald mit ihrem Kampfstab. Die tobrischen Soldaten nutzen den Mut der Verzweiflung, den Zorn über den Verlust von Ysilia und die verwirrende Situation, um die Feinde zu überwältigen. Die sowieso schon kaum vorhandene Formation der Borbaradianer bricht zusammen. Lutisane von Perricum entkommt, doch ihre Streitmacht wird aufgerieben.

Die verbleibenden Tobrier ziehen sich zurück nach Perainefurten - das kleine Dorf mit dem Kloster ist nun zur letzten Bastion der zwölfgöttlichen Kräfte im nördlichen Tobrien geworden. Ysilia ist gefallen und wird von Galotta übernommen, der die Stadt in Yol'Ghurmak umbenennt.

Personen

Auswirkungen

Ysilia ist gefallen, die Bannakademie vernichtet und viele Menschen sind gestorben. Ein großteil der Ritter, Magier und Geweihten der einst stolzen Herzogensstadt hat den Weg über das Nirgendmeer angetreten. Die verzweifelten Tobrier halten die Stellung in Perainefurten - und nur der einbrechende Winter verhindert das weitere Vorrücken der Borbaradianer.

Der Mühen Lohn

  1. Blutige Tobimora
  2. Pforte des Grauens