Hauch der Pestilenz

Aus Die Sieben Gezeichneten
Wechseln zu: Navigation, Suche


Hauch der Pestilenz
Abenteuer
Ort Horasreich, Kuslik, Mengbilla
Zeit Ingerimm 1017 BF
Chronologie
Spielabende 13.03.2014,
18.03.2014
vorheriges Unter dem Adlerbanner
nächstes Shafirs Schwur

Inhalt

Buch "De Animus Draconis", von Ruthamor ya Vilay verfasst, im Jahr 319 BF in Veliris

Nachforschungen über den Aarenstein

Comto Amaldo Ravendoza, Geheimsiegelbewahrer, sehr beeindruckt von ihren Erfolgen bei der Wiederbeschaffung desCronsiegels, beauftragt sie, etwas über die Vergangenheit des Aarensteins herauszufinden. Tillia della Monte begleitet die Helden weiter. Gleichzeitig macht sich Horatio Garlischgrötz auf den Weg, gemeinsam mit den Alderrittern herauszufinden, was es mit den Bekannten Phrenos' in Mengbilla auf sich hat.

Die Helden beginnen in den Hallen der Weisheit in Kuslik zu recherchieren. Dafür werden sie an den Gelehrten Xhindan Latifolia verwiesen. Der angesehene Historiker hat allerdings an diesem Abend schon etwas vor, nimmt die Helden aber mit zur einer Exkursion in den Madamalpark, zusammen mit der Gelehrten Loge der Astrologie und Akademischen Mantik. Dort findet eine Sterndeutung statt, und danach wollte er nach Shumir aufbrechen, um dort eine alte Version der Horas-Apokryphen auf Echtheit zu überprüfen und zu restaurieren.

Die Helden erwerben also eine Mitgliedschaft in der Geheimgesellschaft für einen Abend. Dann macht sich die Loge, bestehend aus einer tulamidischen Handleserin namens Delilah Westfar, einer drôler Feuerdeuterin namens Oswinia di Balligur, einem Astronom namens Hardo Bosvani, einem Deuter Bishadriels namens Olrugo Melior, einem Historiker namens Reo ya Spinosa und einer Bosparano- und Kapnomantieexpertin namens Veriana Kupferstich, auf den Weg zum Madamal-Park. Sie fachsimpeln darüber, ihrem Buch über die moderene Zukunftsdeutung ein Kapitel über Geirsterbefragung beizufügen, jemand wirft ein, dass es einerseits ein Boronfrevel und andererseits keine Prophezeiung sei, es entbrennt eine Diskussion, in der sich jemand auf einen Aufsatz von Magistra ya Menario beruft. Nachdem sie der Sterndeutung beigewohnt haben, die ein düsteres Bild der Zukunft malt, erklärt der Gelehrte endlich die Zusammenhänge des Siegel:

Plakat für eine Theateraufführung einer Sage über Geron den Einhändigen

Die Geschichte stellt sich in etwa so dar: das Cronsiegel ist ein Stück von zweien, in das der Aarenstein zerteilt wurde, ein mächtiger Edelstein, der seit langem von Hand zu Hand ging. Nach der Unabhängigkeit des Horasreichs schenkte ihn Graf Khadan seinem Verbündeten Thursis ay Oikaldiki, zum Ausgleich dazu, dass dieser nicht wie in Baliiri geschworen das Liebliche Feld mit regieren durfte, sondern sich ihm beugte. Als das Geschlecht der Oikaldiki zu aufrührerisch wurde, wurde der Stein ihm ab- und den treuen Edlen von Karsina zugesprochen, wo er heute noch weilt, während die andere Hälfte als Khadans Stein in das Cronsiegel einging. Graf Khadan hatte den ganzen Stein zuvor, ehe er ihn teilte, vom mittelreichischen Kaiser Eslam im Kusliker Frieden erhalten, nachdem das Liebliche Feld über das Mittelreich gesiegt hatte, davor war er Teil der Reichskrone, davor wiederum hatte Raul ihn aus einem Szepter Hela Horas' gebrochen. Wo der Stein ursprünglich herkam, weiß er jedoch nicht, er kann den Helden nur sagen, dass in einem Buch des Ordens des Roten Drachen, "De Animus Draconis", erwähnt sein soll, worin das Geheimnis des Steins besteht.

Die Helden suchen die Ritterin Remira ya Torese, die für den Orden des Roten Drachen das Buch aufbewahrt. Sie ist in der Staatsoper, wo sie ein Heldendrama über Geron den Einhängigen ansieht - und sie lädt die Helden gleich dazu ein. Während der Vorstellung, in der Remira fachmännisch den Unterschied zwischen Famerlorsdrachen, Nacladorsdrachen und Pyrdacorsdrachen erklärt und den vielköpfigen Wurm von Kabab als Riesenlindwurm indentifiziert, der um 1000 v. BF am Einsamen See nördlich von Neetha in Chababien lebte, kommen versierte Schauspieler und magische Spezialeffekte zum Einsatz.

Gemälde von Morena ya Menario

Auf Morenas Spuren

Dann fragen die Helden nach dem Buch und müssen erfahren, dass es kürzlich gestohlen wurde, gemeinsam mit einem anderen Buch, "Epos Famerloris", des gleichen Autor. Der Geist des Autors verfolgt seitdem die Ritterin und bettelt sie an, das Buch zurückzubringen, wobei er ihr Vorwürfe macht. Remira kann erklären, dass aus den Büchern hervorgeht, dass der Stein ein Karfunkel sein könnte. Der Geist wurde von der Diebin beschworen, einer schlanken, bleichen Magierin, die ihm das Wissen abnahm, wo das Buch zu finden und wie es aus der magischen Truhe zu entwenden war.


Die Helden folgen den Spuren nach Süden. Morena ya Menario hat ein Anwesen in Mengbilla, und dort scheint sie sich aufzuhalten. Ihnen kommt eine Adlige namens Aranola della Tegalliani mit ihrem Sohn entgegen, die mit einer kleinen Gruppe Bediensteter reist. Sie erklärt den Helden, ihre Schwester Isdara della Tegalliani sei Leibmagierin von Prinzessin Aldare und könne die Helden reich belohnen, wenn sie sich um ihren Sohn kümmerten: Geron Phellizio della Tegalliani. Sharim nimmt sich des kleinen Kranken an.

Später begegnen die Helden ganzen Strömen von Flüchtlingen. Als sie in einem Gasthaus übernachten wollen, lässt man sie nicht ein, wenn sie nicht mit dem Siegel eines Perainegeweihten beweisen können, nicht krank zu sein. In der Nacht hören sie ein seltsames Flüstern und ein unangenehmer, brechreizerzeugender Geruch nach Fäulnis weht durch das Lager. Sie erkennen per magischer Analyse die Hektabeli in der Luft, die sich durch einen Schutzkreis vertreiben lassen. Offensichtlich wird die ganze Seuche vorsätzlich durch die Beschwörung von Hektabeli ausgelöst, und nach Süden, gen Mengbilla, werden es immer mehr.

MorenaTagebuch1.png
MorenaTagebuch2.png
MorenaTagebuch3.png
MorenaGedicht.png
SayaPlan.jpg
MorenaGedicht.png

Einige der Menschen halten die Krankheit für eine Strafe der Götter, manche beschuldigen die Adligen, eine Gruppe wohlhabender Edler versucht die Helden zu zwingen, bei ihnen zu bleiben und sie notfalls immer zu heilen. Schließlich schaffen die Helden es nach Mengbilla.

Mengbilla und die Villa Menario

An der Stadtgrenze Mengbillas müssen die Helden eine Menge bürokratische Auflagen erfüllen und Rechte erwerben, ehe sie die völlig von der Roten Keuche verwüstete Stadt betreten dürfen. Sie treffen Horatio wieder, der herausgefunden hat, dass der zweite Teil des Aarensteins den Edlen von Karsina gestohlen, ihr Landgut in den Wirren der Seuche abgebrannt sei. Außerdem vermutet er eine Verschwörung der Fraternitas Uthari. Aber was wollen sie so dringend mit den Teilen des Aarensteins?

Lastenträger bahnen sich ihren Weg, im Schmutz scharren Truthähne und Selemferkel. Mauern durchziehen die Stadt, kleine Plätz, es werden Schnecken, parfümierte Öle, gefärbte Seidenstoffe, Gewürze, Mohacca und Färberlotos verkauft, es riecht überall anders, aber der Gestank nach Fäulnis und Verwesung kann nicht ganz überdeckt werden. In einem Hinterhof lädt jemand eine tote Frau, die nur ein einfaches Leinenkleid trägt und eine Metallkette am Fuß trägt, auf einen Haufen, wo bereits zwei oder drei andere ärmlich gekleidete Tote liegen. Gut gekleidete Männer und Frauen mit Masken werden in einer Sänfte getragen, aus der starker Parfümgeruch weht, und Leibwächter scheuchen das Volk davon. Selemferkel wühlen im Schlamm. Die kranke Mutter eines längst toten Säugling bittet die Helden um Hilfe für ihr Kind, da sie nicht verstehen will, dass es tot ist. Fast alle Menschen tragen Tücher vor dem Gesicht.

Die Helden schlagen sich irgendwie zur Villa Menario durch. Die Villa ist ein altes, baufälliges Gebäude aus der Zeit Belen-Horas', mit Fresken und Säulen versehen, aus dunklem Marmor errichtet. Die Inschrift lautet: Mors non ultima linea rerum est. Yerodin schleicht sich durch einen Seiteneingang hinein. Drinnen liegt Staub auf Samtbezogenen Möbeln, Gemälde an den Wänden sind mit dunklen Tüchern verhängt. Die Helden durchsuchen das Anwesen, das wirkt, als habe Morena seit einiger Zeit nicht hier gewohnt. Sie finden Gemälde, altes Mobiliar, aber dann doch auch Spuren von Morenas Aktivitäten: Ein Brief von der Gelehrten Loge der Astrologie und Akademischen Mantik, die um ihre Fachkennnis bittet, einige Tagebücher Morenas, ein Gedichtband mit sehr marbider Lyrik und auch einige Texte und Gedichte, die sie selbst verfasst hat. In ihren Schlafgemächern finden die Helden einen Brief von Saya di Zeforika, außerdem Aufzeichnungen über die Rote Keuche, einige Portionen Olginwurz und Belmart-Blatt, eine Portion Kukris, einen prachtvoll gedeihenden Schwarzer Lotos in einem Blumentopf, eine Portion Regenbogenstaub in einer Schachtel, einige Gedichtbände und historische Aufzeichnungen aus der Bosparanischen Zeit und den Dunklen Zeiten, sowie ein Sarkophag der früh verstorbenen Tochter Belen-Horas', Prinzessin Niothia. In ihrer Bibliothek entdecken die Helden in einer Vitrine (die sie zerbrechen) Aufzeichnungen über Karfunkel, die beiden gestohlenen Bücher und das Werk 'Über Tod und Leben'.

Aus den Tagebüchern geht hervor, dass die mengbillanischer Borbaradianergruppe, die offenbar die Sekte der Frathernitas Uthari unterwandert und für ihre Zwecke eingespannt hat, für die Beschwörung der Hektabeli und den Ausbruch der Keuche verantwortlich ist. Außerdem haben sie offenbar am nächsten Abend Pläne im Mengbillanischen Fürstenpalast. Während die Helden noch versuchen, den mit einem Höllenpein belegten Wandvorhang, der ihr Schlafgemach schützt, abzunehmen und zu stehlen, werden sie bemerkt. Ein Mann tritt durch die Wand zu ihnen. Er wirkt an den Rändern etwas ausgefranzt und blasse, seine Kleidung ist altbosparanisch und er trägt einen Elemer Säbel. "Ich muss euch bitten, dieses Anwesen zu verlassen. Ihr seid weder eingeladen noch willkommen."

Durch das Rufen der skelettierten Wachen gelingt es dem geisterhaften Haushofmeister, der seit Jahrhunderten das Anwesen bewacht, schließlich tatsächlich, die Helden zu vertreiben. Draußen kommt es zu einer Auseinandersetzung über die gestohlenen Gegenstände. Der Haushofmeister sieht ein, dass die Helden die gestohlenen Bücher zurück wollen, die Helden können aber nicht beweisen, dass sie gestohlen wurden. Also ficht er mit Leomar ein Duell aus, welches dieser für sich entscheiden kann, und die Helden dürfen mit den Büchern ziehen.

Leomar findet in 'De Animus Draconis' und 'Epos Famerloris' eine Menge interessante Informationen über Drachen und Famerlor.

Finale im Fürstenpalast

Die Helden eilen zum Fürstenpalast, gemeinsam mit Chadim und Tillia della Monte, um das Schlimmste zu verhindern, besorgen sich improvisiert Masken für den Ball, der dort stattfinden soll, und betreten die Veranstaltung. Der Palast ist im Kontrast zum Unglück und der Seuche draußen von Musik und Luxus aller Arten erfüllt. Es werden unter den Masken so einige Gerüchte ausgetauscht, die gesamte Mengbillaner Oberschicht scheint anwesend. Es wird Wein getrunken und Rauschkraut konsumiert. Trotz der Vorsicht der Helden werden sie nahezu sofort vergiftet, denn das ist in Mengbilla üblich, außerdem erregen sie verdacht, weil niemand sie näher kennt.

Khuralthu, ein Wächterdämon Mishkaras, Bild aus Von Toten und Untoten

Drei Personen fallen den Helden besonders auf: Eine in dunklen Samt gehüllt, hellhäutig, dünn und grazil (Morena ya Menario), eine hochgewachsen, dunkelhaarig, mit stolzem Gang (Saya di Zeforika), und eine etwas ältere mit grauem Haar und zahlreichen glitzernden Edelsteinen in ihrem Gewand (Gravesia Ankbesi, Gildenoberhaupt der Sklavenhändler). Die Helden unterhalten sich tatsächlich sogar eine Weile mit ihnen.

Dann nimmt der Abend seinen Lauf und die Pläne der Borbaradianer werden umgesetzt: Die Pforten des Hofes werden geöffnet und zahlreiche Bittsteller eingelassen. Sie strömen auf den Platz, Großemir Dulhug Ankbesi und Saya di Zeforika verkünden den Menschen die große Gnade der Herren Mengbillas und geben ihnen als Spende kostenlos zu Essen, während Mitglieder der Fraternitas zwischen ihnen umhergehen, Rauch schwenken und Gesänge anstimmen. Von den Galerien des Palastes, wo sich die Helden befinden, kann man in den Hof hinunter sehen. Dort werden die Tore nach draußen geschlossen und plötzlich beginnen die armen Leute unten zusammenzubrechen. Ein Mann in einer roten Robe, Menchal ak'Taran, tritt aus einem Tor aus dem Keller in den Hof, und plötlich schießen Armbrustschützen der Fraternitas auf Adlige und Reiche der Mengbiller Oberschicht. Diese rufen ihre Wachen, das Gemetzel beginnt. Khuralthu-Dämonen fahren unter die Anwesenden und richten ein Blutbad unter den einfachen Leuten und der Oberschicht an. Chadim beschwört einen Feuerlementar, Tillia stürzt sich heldenhaft in die Masse der Dämonen, Saya di Zeforika springt auf einen Karakil, der aus dem Himmel herabstößt, und Sharim versucht sie mit einem Winddschinn am Fortkommen zu Hindern. Nur Morena bleibt gänzlich gelassen und unberührt - sie ist gar nicht wirklich anwesend, nur ein Abbild von ihr ist per Körperloser Reise am Schauplatz, in Wahrheit ist sie in Grangor. Die Helden stürzen sich in den Kampf, töten tapfer die fangarmbewehrten und widerwärtige Schleim absondernden Dämonen, die sie jedoch mit ihrem Sekret und Gestand ohnmächtig zu machen drohen, Tillia stirbt im Kampf. Aequitas findet den Eingang, aus dem Menchal ak'Taran trat, und wohin er zurück tritt, als es brenzlig wird. Aeq folgt ihm und entdeckt einen Gang nach unten, dort altechsische Gewölbe und ein ganzes Heiligtum der Mishkara oder Belzorash: Ein großer Opferstein, auf dem Seuchenopfer aufgebahrt liegen,ein riesiger Bottich mit Maden und Heuschrecken, und zwei Störche und ein Ibis, die gefangen gehalten und dann noch geopfert werden, in der Mitte ein Heptagramm und ein Pentagramm, Zeichen der Subjugation, der Protektion und Alterartion gemäß Stunde, Tag und Jahr, Zeichen Misharas, und dann noch ein toter Perainegeweihter. Es stinkt erbärmlich. Gerade setzt Menchal zu einer Beschwörung an, um vermutlich eine Schar Hektabeli zu beschwören, die ganz Aventurien krank machen könnten, da ruft Aequitas seinen gebundenen Yo'ugghatugythot und lässt ihn ein Auge des Limbus entfesseln, welches Menchal, die aufgetürmten Paraphernalia und fast auch Aeq in das graue Wabern zwischen die Sphären reißt. Damit ist die Beschwörung vereitelt.

Im Badehaus reinigen die Helden sich von all dem widerwärtigen Schleim und pflegen ihre Wunden.

Personen

Auswirkungen

Die Beschwörung einer Gruppe Hektabeli, die ganz Aventurien mit der Roten Keuche hätte verheeren können, wurde abgewendet. Jedoch sind die Pläne der Borbaradianer, was den Aarenstein angeht, noch immer nicht ganz aufgedeckt. Menchal ak'Taran ist im Limbus verschollen, Tillia della Monte ist gefallen.


Der Mühen Lohn

Abenteuerpunkte

350 AP

Spezielle Erfahrungen

  • Aequitas: Geisterbann, Menschenkenntnis, Götter/Kulte, Odem
  • Leomar: Sagen und Legenden oder Magiekunde, Athletik, Bosparano, Liturgiekenntnis (Rondra/Famerlor)
  • Yerodin: Schlösser Knacken, Magiekunde, Lebensenergie (na guuut)
  • Sharim: Klettern, HK Krankheiten, Magiekunde, Sich Verkleiden

Attribute

  • Leomar: Konstitution, Mut
  • Sharim: Konstitution, Mut
  • Aequitas: Konstitution, Mut
  • Yerodin: Konstitution, Fingerfertigkeit (wie viele Schlösser hast du da geknackt?)
  • und ein freier Strich